Lied: „Siebenbürgen Land des Segens“

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“Im Herzen Siebenbürgens liegt mein Herz”

Gründung eines neuen Siebenbürgersachsendorfes in Rumänien

 

Idee und Text: Adrian Stoia

 

 

Limba romana

 

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Vorwort

Zuhause. Das Haus, das Dorf wo Du geboren wurdest, die Kirche wo Du getauft worden bist, die Familie, die Freunde, die Nachbarn...


Die Ausreise der Sachsen hat zu einem regelrechten Verfall der Dörfer und der Kirchenburgen geführt. Deren Anblick kündigt uns bis heute von den Sachsen, die dort über Jahrhunderte hinweg lebten, arbeiteten, beteten und ihre Traditionen pflegten. Das Schicksal dieser Orte wurde der Unbestimmtheit überlassen. Zwar kümmern sich mittlerweile verschiedene Vereine und Stiftungen um das siebenbürgisch-sächsische Erbe, aber es sind nur kurzfristige Lösungen, die zumeist nur einem ästhetischen, kulturellen oder touristischen Zweck dienen.

Es gibt aber bei vielen Sachsen (und Rumänen in Siebenbürgen) die nicht ausgesprochene Hoffnung, dass sie einmal wieder zurückkommen, auch in vielleicht nur geringer Zahl...

 

Seit dem frühen Mittelalter, waren (sind) die sogenannten Sachsen hier eben zuhause. Und seit sie sich in Siebenbürgen niedergelassen haben, haben sie Großes geleistet. Sie haben sich ihre Privilegien erkämpft, ihre Freiheit erhalten und nach ihren klaren Gesetzen gelebt. Sie haben das Land verteidigt, haben ihre Ackerländer, Dörfer und Burgen beherrscht – bis zum Ende des XX Jahrhunderts. Sie haben  Transsilvanien zivilisiert und ihre unauslöschlichen Züge hintergelassen.

 

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Unter der österreichischen Herrschaft haben sich hier die Siebenbürgersachsen wahrscheinlich noch mehr zuhause gefühlt. Auch mit Ende des I. Weltkriegs, als Siebenbürgen unter rumänische Herrschaft kam, hat sich dies nicht dramatisch geändert. Unter den Hohenzollern Königen, haben sich die Sachsen in die demokratischen und quasidemokratischen Systeme eingebracht, sich weiter wohlgefühlt und die ökonomische Entwicklung Rumäniens positiv beeinflusst.

 

Aus den Jahren sowjetischer Besatzung folgte das rumänisch-kommunistische Regime. Die ganze Bevölkerung litt unter seinen drakonischen Massnahmen bis 1964. Aber für die Siebenbürger Sachsen sind noch drei andere Faktoren hinzugekommen, die Schmerzen vermehrten, bis zum Paroxysmus. Sie wurden zur Zwangarbeit nach Sibirien deportiert. Praktisch, jede Familie war davon betroffen. In vielen Familien blieben die Kinder elternlos, weil beide, Vater und Mutter deportiert wurden.

Gleichzeitig wurden die Sachsen enteignet und ihre Industrie- und Landwirtschaftsbetriebe nationalisiert. Die deutsche Bevölkerung arbeitete zum Grossteil als freie Bauern und Handwerker, sowie auch als Unternehmer. Mit den Massnahmen, vor allem der Enteignung der Ländereien, wurde den Siebenbürger Sachsen ihre wirtschaftlice Lebensgrundlage entzogen. So wurden die Siebenbürgersachsen physisch, psychologisch und auch finanziell ruiniert.

Das brutale kommunistische Regime hatte quasi keine ethnische Kompetenz. Es war für die Deutschen in Rumänien in zweifachen Sinn eine fremde Regime : sowjetisch und dann rumänisch. So war es zu erwarten, dass die Kombination aller drei Faktoren eine Antiphatie und gar Hass gegenüber den neuen Behörden hervor rief, dann auch gegen ganz Rumänien, denn das ganze Land geriet in den Händen von  ideologisierten Banditen.

 

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Als in den Jahren 1964-1974 eine kleine politische öffnung kam, änderte sich die Situation der Sachsen nicht radikal. Zwar kamen die überlebenden Deportierten nach Hause, aber letztendlich blieb das Regime weiter kommunistisch und mit einem nationalistischen Akzent diesmal. Die Industrie und Landwirtschaft war weiter beim Staat. Rumänien blieb ein Land in dem sozialistischen Lager. Später, ab 1978, wurde das Leben wieder schwerer, denn das Ceausescu-Regime inspirierte sich von „Reformen“ wie in China und Nordkorea.

 

In dieser Zeit stand das freie westliche Deutschland in der Blüte seiner wirtschaftlichen Kraft und für viele Siebenbürgersachsen wurde die Bundesrepublik – unter Bemühung des Mutterlandmythos - zum Sehnsuchtsort. Es war und ist ein sehr gutes Land. Und das Herkunftsland der Siebenbürgersachsen.

 

Die ’80 Jahre waren die Zeit eines harten und exzessiven national-kommunistischen Regimes, vor allem aber eine Zeit der grossen Lebensmittelkrise, mit der das Land regelrecht in ein modernes Mittelalter versank. Das Jahr 1989 brachte zwar eine Wende, aber keine Normalität. Die Gesellschaft war - auf gut deutsch – einer Psychose verhaftet, die hysterischen Mineriaden stehen dafür als Beweis. Wahre Demokratie und Wohlstand blieben für viele Menschen in Rumänien nur ein Wunsch. Die Zukunft war ungewiss und so fiel bei vielen Sachsen die Entscheidung zum Verlass Siebenbürgens. Es wanderten in der Zeit auch sehr viele gut ausgebildete Rumänen aus.

 

Der Sturz des Ceausescu-Regimes bedeutete „nichts wie weg“ und dies wurde zum Kollektivwunsch für die ganze deutsche Bevölkerung Rumäniens. Eine Rolle spielte auch die aufrechterhaltene starke Verbindung zu den Familienangehörigen, die in den ersten Auswanderungswellen zwischen den Jahren 1950-1970 das Land gen Deutschland verliessen. Es waren nur ein paar Besuche dort notwendig, um selbst zu erfahren, dass Deutschland das Land war, wo es sich besser leben ließ. Nach den Erfahrungen der Jahrhunderte wurde Deutschland zur alten neuen Heimat, wo sich die Siebenbürgersachsen in Sicherheit fühlten. Die Sehnsucht konnte sich endlich erfüllen. Und sie hatten Recht.

 

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Presentation der heutige Lage. Vorraussetzungen.

Trotz allem und vielleicht zu spät, es gab und gibt es heute wieder eine grosse Sehnsucht nach den Deutschen in Siebenbürgen. Die Rumänen und auch die Ungarn sehnen sich nach ihren alten deutschen Freunden,  Nachbarn, Arbeitskollegen usw.

Damals, in den Jahren 1990-1994, als die Sachsen das Land verliessen, gab es andere Problemen im rumänischen Alltag. Keiner bemerkte so recht dass das Verschwinden der Siebenbürger Sachsen aus Rumänien eine irreversible Sache sein wird.

 

Es gibt zwei Meinungen als Lösungansätze: einer könnte sein, dass mit deutschen Unternehmern eine  zukünftige Zurückwanderung ermöglicht wird. Aber könnte das eine minimale (aber erfreuliche) Präsenz sichern? Der andere Weg wäre, wenn der rumänische Lebensstandart hoch genug sein wird, dann werden die  Sachsen einen viel grösseren Wunsch haben, sich eine Rückwanderung zu überlegen. Mir scheinen beide Behauptungen falsch. So werden die Sachsen nicht kommen um Siebenbürgen wieder zu bevölkern. Die Sachsen die sich eine Rückkehr wünschen, brauchen Nachbarschaft- und Verwandtschaftsbeziehungen hier in einer deutschen Umgebung, so wie früher. Die zwei „Lösungen” werden keine Mehrheit in einem Dorf  bringen. Die Sachsen brauchen, als Ethnie,sich in einer angenehmen Umgebung äussern und ausdrücken zu können.

 

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Hermannstadt, die damalige Kulturhauptstadt Europas. Immer noch die Hauptstadt der Siebenbürgersachsen in Rumänien

 

 

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Credo

„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“

(Thomas Morus)

 

Ich behaupte dass die Massenauswanderung dieser guten und fleissigen Bevölkerung ein unermesslicher Verlust für Rumänien aber auch für die Siebenbürger Sachsen war und ist, denn es entstand eine grosse Leere, die man nicht füllen kann.

 

Es gibt auch eine grosse Sehnsucht und Nostalgie nach Siebenbürgen bei vielen Sachsen in Deutschland und österreich. Die sporadischen Besuche in den Heimatorten oder die Sachsentreffen in Deutschland bringen zwar Freude, aber man trifft sich nicht oft und auch nicht mit allen. Die verlassenen Ortschaften liegen in Ruinen oder sie wurden von anderen Leuten bevölkert. Solche Orten wurden von den Seelen der Siebenbürgen Sachsen verlassen.

 

Die meisten Sachsen haben in Rumänien keinen Besitz mehr. Und auch wenn es ihn gibt, haben sie nicht mehr die deutschen Nachbarn und Freunde. Es ist deutlich das ein Massenrückkehr nicht mehr möglich ist. Mann kann auch nicht ignorieren dass Deutschland ihre neue Heimat ist, wo ihr Leben sich meistens gut entwickelt hat. Dort liegt sicher auch ihr Herz.

 

Und trotz allem…

 

Ein Halbrückkehr ist meiner Meinung nach möglich.

Es sind einerseits die, die einen grossen Teil des Lebens in Siebenbürgen gelebt haben. Oder die, die wenigstens die Kindheit dort verbracht haben. Für sie ist das Herz dort geblieben.  Das alte schöne Siebenbürgen lebt heute nur in Fotos, Erinnerungen oder Schriften. Anderseits sind es die Nachfolger der Sachsen, die in Deutschland geboren worden sind. Viele Kinder und Jugendliche sind stolz darüber, die Nachfolger der Sachsen zu sein. Es gibt sogar eine Identitätswelle, wo man behauptet dass es „cool“ ist, ein Siebenbürger Sachse zu sein.

 

Ich glaube,  dass man eine vernünftige, mutige und unternehmerische Lösung braucht.

Die Hoffnung, dass der rumänische, bzw. deutsche Staat etwas in dieser Richtung unternimmt, wurde inzwischen aufgegeben. Die einzelnen Initiativen, obwohl erfreulich, können die Sache nicht viel ändern.

 

 

Konzeptbeschreibung

Die besten Lösungen sind die einfachsten.

Ich sehe eine von Siebenbürgersachsen neugegründete Ortschaft, eine kleine Siedlung wo das bauerliche, wirtschaftliche und kulturelle Leben wieder belebt werden kann. So eine Ortschaft könnte ein Symbol für einen Neuanfang in Siebenbürgen dienen
Auf einer etwa 120-150 ha grossen Landschaft, mit einer Parzellierung von Intra- (etwa 15 Ha) und Extravilan. Eine solche Ortschaft würde auch als Symbol dienen, um zu zeigen, dass eine „halbe“ Rückkehr möglich ist.

 

Das Dorf

Ein Intravilan von cca. 15 Ha, bzw. 100 Bauernhöfe. Die Architektur soll eine traditionell siebenbürgische sein, mit einer kleinen Kirche, einem Platz rundherum und dann Strassen, die auch wie früher aussehen sollen. Die Häuser, Scheunen und Pflasterung, sowie die Anfertigungsmaterialien (Backsteine, Stein, Kalk, Holz, runde Ziegeln etc) werden dann auch traditionell sein. Ein Haus soll 3-5 Wohnzimmer haben, Keller, Hof, Scheune, Viehstall und hinter der Scheune einen 500-700 qm Gemüsegarten. Die Dorfstruktur und vor allem auch die Gebäude in historischer Bauform werden aber nach neuestem technischen Stand gestaltet.

 

 

 

 

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Das Land

Etwa 100-120 ha gesamt, indem jedes Haus noch ein Ackerland/Obstgarten/Weingarten hat - ausser den etwa 15 ha intravilan. Es sind dann 120 ha genug. Falls das Dorf eine Weide für Vieh benötigt, sind noch etwa bis 50 ha dafür nötig.

 

Die Menschen

Im Prinzip nur Siebenbürgersachsen aber auch andere, wenn sie Angehörige von Siebenbürgersachsen sind. Um die gewünschte ethnische Komponenz im Dorf zu sichern, wird ein Verein mit einem (u.a.) kulturellen Charakter gegründet. Die Mitglieder des Vereins können dann im Dorf Ackerland und Baugrund kaufen. Durch das Statut des Vereins kann man die zukünftigen erlaubten Tätigkeiten bezeichnen, z.B. Ecolandwirtschaft, Kunstgewerbe, Werkstätte etc

 

Das Leben.

Der Besitz eines Bauernhofes kann einen grossen Teil der Lebensmittel sichern. Gärtnerei, Vieh- und Geflügelzucht können im ersten Jahr schon Produkte leisten. Ein Lebenstil und ein Rythmus wie in einem ehemaligen sächsischen Dorf kann sich installieren, soweit etwa 10-15 Häuser (rund um den Platz) bewohnt sind. Dann kommt noch viel mehr, wie ein Schneeball: Produktenaustausch, Kaufläden, vielfache Kooperation, Feste, Feiertage, Gottesdienste usw. Soweit Menschen da leben, kann man auch mit einer kleinen Kirche rechnen. Die Finanzierung dafür soll von Spenden und Mitarbeit gesichert sein. Wenn die Sachen soweit  sind, kann sich der Kreis mit einem Kindergarten und einer Grundschule schliessen.

Trotz dem starken nostalgischen, ethnischen, kulturellen und ökologischen Charakter, glaube ich dass man heute auch dort wie im XXI Jahrhundert leben darf: Autos, Maschinen, PC,, Electrogeräte etc. Keine „Amisch-Siedlung“ oder etwas in diesem Sinn, sondern ein Siebenbürgisch-Sächsisches Dorf das offen zu der gesamte Gesellschaft steht. Nicht wie in einem Freilichtmuseum leben, sondern wie in einre schönen, rustischen und lebendige Ortschaft wo die deutsche Bevölkerung sich glücklich und frei äussern und ausdrücken kann.

 

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Gerade in diesem Sinn soll die neugeborene Ortschaft an verschiedenen Organismen anknüpfen: Sachsenvereine, Stiftungen und sicher an das Deutsche Demokratische Forum. Man könnte z.B. auch die Ehrenschirmherrschaft der Königlichen Familie Rumäniens verlangen und sicher auch anderen verschiedenen Organisationen.

 

 

Die Königliche Familie Rumäniens

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Links

www.sibiweb.de

www.kirchenburgen.de

www.siebenbuergen-stammtisch.de

www.siebenbuerger.de

www.siebenbuergersachsen.de

http://siebenbuerger-sachsen.org

www.abstractart.ro/blog/?cat=10

www.familiaregala.ro

 

 

 

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